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Freitag, 15. Juli 2011

Lefax

Wenn ich so an die kuriosen Gegebenheiten denke, die mir in den letzten beiden Arbeitswochen widerfahren sind oder auch an die mit dem "Kopfschüttel-Effekt", dann tut mir jeder leid, der NICHT Taxi fährt. Ihm entgeht sehr viel.

Nur als Beispiel könnte ich die alte Dame anführen, die ihren Schlüssel nach dem Einkaufen nicht fand. Mein Angebot zur Hilfe nahm sie gern an und beim Ausräumen der Tasche fiel mir als erstes ihr Gebiss in die Hände..!

Oder das Seniorenpäarchen aus München. Sie wollten vom Reinbeker Sachsenwaldhotel zum Hauptbahnhof gebracht werden. "Hoam geht´s" hieß es gleich zu Anfang. Meinetwegen. Aber über ihre Bitte, sie doch auch zum Gleis zu bringen (samt Gepäck und Gehwagen) gab es eine kleine Diskussion. Sie waren der Ansicht, daß im Festpreis von 30,- € diese Dienstleistung enthalten war. Dem musste ich natürlich widersprechen und gab ihnen einen kleinen "Grundkurs der Betriebswirtschaft". Anschließend akzeptierten sie  zähneknirschend einen Aufschlag. Diese Dienstleistung wurde mir jedoch gar nicht mehr abverlangt, weil ein netter "Dienstmann" der Bahn zufälligerweise gerade unseren Weg kreuzte, als ich am Hauptbahnhof vorfuhr.

Na ja, aber probieren kann man es ja mal, ein Kilo Kartoffeln zu kaufen und ein Kilo Fleisch dazu zu bekommen, oder?

Den i-Punkt setzte allerdings gestern eine Dialyse-Patientin. Ich holte sie mittags ab und als sie einstieg bat sie mich, doch auf dem Heimweg für sie in der Apotheke etwas zu holen. Klar, mache ich doch, meinte ich. Was sollte es denn sein?

  • "Eine Schachtel Lefax!"

  • "Bitte?"

  • "Ja, wissen Sie, das ist gegen meine BLÄHUNGEN!"


Super! Das wollte ich auch noch wissen.

  • "Man hat mich doch heute 10 Minuten eher vom Gerät genommen.."

  • "Warum?"

  • "Na, weil ich so dringend auf Klooo musste, wissen Sie..?!"


Schluß jetzt! Mehr muß nicht sein. In Gedanken öffnete ich schon das Schiebedach. Wer weiß, wann sich "Flatulenzen" wieder bemerkbar machen?!

In der Apotheke bemühte ich mich klar zu machen, daß das Lefax nicht für MICH ist.

  • "Ich soll für eine Kundin ein Schachtel Lefax besorgen..!"


Ein leichtes Lächeln überzog das Gesicht der Apothekerin. Zum Glück musste ich über die Intensität der Blähungen von Frau R. keine weiteren Angaben machen.

Das Dankeschön, in Form einer Geldmünze, das Frau R. mit anschließend gab, trug eher dazu bei mir Kopfschmerzen anstatt Blähungen zu machen.

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