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Freitag, 19. August 2011

Ekeltage?!

Wer geglaubt hätte, anrüchige Fahrgäste wären das Einzige, was einem manchmal Ekeliges unterkommt, der irrt.

Gegen Mittag bestellte das Bethesda Krankenhaus Bergedorf ein Taxi. Sie hatten mal wieder eine "Materialfahrt" nach HH-Harburg, zu einem Labor.

Unser Stand war nicht besetzt und auf die mehrfache Frage unserer Funkerin, wer denn mal diese Tour (Fahrtziel und -zweck werden nicht gleich genannt) übernehmen könne, meldete sich niemand. Da ich selbst zwar frei war, aber eine geschätzte Anfahrtzeit von gut 15 Minuten gehabt hätte, meldete ich mich erst mal nicht. Ausserdem war ich der Ansicht, daß noch mindestens 2 meiner Kollegen irgendwo unbesetzt umher schwirrten?! Aber von diesen kam auch keine Meldung.

Um die Funkerin letzten Endes nicht auf dem Auftrag sitzen zu lassen, übernahm ich ihn. Materialfahrten bringen uns zwar keine Zusatzbrot, aber irgendwer muß sie schließlich machen. Jeder ist damit mal dran. Ich traf also um 12.30 Uhr im Krankenhaus ein, nahm - sportlich wie ich bin...--)) - die 3 Stockwerke (nach oben) zu Fuß und meldete mich artig im Schwesternzimmer. Der Transportschein war schnell gefunden, aber wo war das Material??

Eine hektische Suche begann, bis schließlich die dritte mit eingebundene Schwester laut durch die Gänge rief:

  • "Weiß jemand, wohl die Stuhlprobe von Herrn Schröder liegt..??" (Name geändert)


Laut Transportschein war Herr Schröder schon über 80 Jahre alt, also bestanden gute Chancen, daß er diese dezente Art der Stuhlsuche nicht hörte. Es stellte sich heraus, daß Herrn Schröder´s Stuhl(probe) durch den Pfleger versehentlich mitgenommen worden war. Und nun lag sie wohl im Labor. Eine der 3 Schwestern lief nach unten und gut 10 Minuten später wedelte sie mit dem (Stuhl-)Beutel vor meiner Nase herum.



  • "So, da ist sie. Und nehmen Sie die anderen Proben auch gleich mit?"


Fragte - und übergab mir 5 weitere Beutel. Lecker.

Im Auto legte ich die Beutel auf die Beifahrer-Fußmatte. Muß ja nicht sein, daß sie oben, direkt in meinem rechten Blickfeld liegen. Jedes Mal, wenn ich in den Seitenspiegel sehe, würden sie meinen Blick ablenken.


Erst nach mehreren Kilometern bemerkte ich dann, daß alle Proben in durchsichtigen Beuteln und durchsichtigen Röhrchen verpackt waren!!!


Meinetwegen können die Proben im Krankenhaus ohne Verpackung weiter gereicht werden, aber in meinem Auto muß ich so etwas nicht noch einmal haben. Wozu gibt´s Verpackungen?