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Samstag, 15. Februar 2014

Die ersten Eindrücke

Nach gut 2 Wochen schon ein erstes "Fazit" zu ziehen, ist etwas verfrüht. Deshalb nenne ich es mal "Eindrücke", die ich nun schon schildern kann.

Und diese sind durchweg positiv. Es beginnt beim Auto, bzw. bei den Autos. Der Fuhrpark ist klein, besteht aus Großraumwagen vom Typ "Mercedes Vito" und sind alle für bis zu 8 Fahrgäste zugelassen. Mir kommt der Fahrzeugtyp entgegen, denn ich sitze gerne etwas höher über der Straße. Zudem gibt´s nur Automatikgetriebe, was den gesamten Arbeitstag noch stressärmer werden lässt.

Die Autos werden täglich gewaschen und getankt. Im Gegensatz zu anderen Firmen, bei denen ich kurzzeitig beschäftigt war, eine absolute Steigerung der Qualität. Vor allem den Kunden gegenüber.

Obwohl hier bei uns alles sehr weitläufig ist, habe ich doch den Eindruck, als ob alle - Firma und Kunden - eine Art "große Familie" bilden. Im Grunde wird sich untereinander geduzt, ob mit Schülern oder Reha-Patienten. Von norddeutscher Kühlheit oder Distanziertheit keine Spur. Wie ich sie im Übrigen in den gesamten 13 Jahren meines Lebens hier im Norden nur sehr selten verspürt habe. Das Klischee des "kühlen Norddeutschen" ist und bleibt ein Klischee, mit der Wirklichkeit hat es nicht viel zu tun.

Zurück zur Arbeit. Der Tagesplan wird durch Vorbestellungen geprägt, ad hoc Anrufe und Taxibestellungen gibt es tagsüber kaum. Die ersten Fahrten werden fest zugeteilt und ab dem späten Vormittag wird kurzfristig disponiert und neu verteilt. So kann es sein, daß man z.T. 6 Stunden durchfährt oder auch mal 1 Stunde pausieren muß, was - nicht nur - ich dazu nutze, um mal Zuhause vorbei zu fahren. Wo kann man angenehmer seine Standzeit verbringen..--))?

Ein Effekt ist bemerkenswert: je näher man zur Arbeitsstelle wohnt, desto größer ist die Gefahr, zu spät zu kommen. Jedenfalls geht´s mir so. Letzten Mittwoch sollte ich erst um 8.00 Uhr das Auto übernehmen. Super. Ich hatte also morgens Zuhause richtig schön Zeit. Kaffee machen, frühstücken, duschen, mit den Hunden raus gehen, usw.. Ach ja, zum Bäcker wollte ich auch noch!
Ich hatte soooo viel Zeit, daß ich diese beinahe aus den Augen verlor und am Ende recht zügig zum Bäcker fuhr, schnell meine Quarktasche orderte, wieder ins Auto sprang und im Tiefflug das Koberger Moor durcheilte... Nach genau 5 Minuten stand ich im Büro und schnappte mir den Schlüssel, kratzte das Eis von den Autoscheiben und erreichte die erste Kundin genau 1 Minute vor der vereinbarten Zeit... Für mich als Pünktlichkeitsfanatiker eigentlich eine Verspätung!
Hätte ich - wie früher - 1 Stunde und mehr Arbeitsweg gehabt, wäre ich absolut pünktlich plus 10 Minuten Reserve von Zuhause los gefahren..--).

Generell lief aber in dieser ersten Zeit alles recht glatt. Und neben den angenehmen Konditionen, zu denen ich hier arbeite, wird man während des Tages dann auch noch mit dem Ausblick in unsere wunderschöne, vielseitige Landschaft belohnt.